Open House – Mainstockheim

Hof. 3 Open House

Alte Saatgutsorten

Hof. 3 Open House
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Seit 2010 erhalten und verbreiten Barbara und Martin Keller im unterfränkischen Mainstockheim freies und samenfestes Saatgut. Weil es in ihren Augen eben nicht reicht, nur gegen gentechnisch veränderte Lebensmittel zu sein, gründeten sie die Initiative Open House. Dort fördern und entwickeln sie seitdem konkrete Alternativen für nachhaltige Formen des Gartenbaus und der Landwirtschaft.

Die Erhaltung und Entwicklung von Saatgut zählen zu den ältesten Gemeinschaftsprojekten der Menschheit.  Barbara und Martin leisten mit dem Open House ihren Beitrag für biologische Vielfalt und setzen auf alte, samenfeste Sorten, die in jedem Garten genutzt und weitervermehrt werden können.

In ihrem Nebenerwerbsgarten arbeiten die beiden Initiatoren mit einem großen Netzwerk von kleinen Züchtern und passionierten Vermehrern zusammen. Dabei bieten sie einen Ort, an dem ökologisches Saatgut geschätzt und erhalten, sowie viele politische Diskussionen und Denkanstöße ihren Platz finden.

Barbara ist Hüterin eines großen Schatzes.

Aus dem Widerstand gegen die Freisetzung von genmanipuliertem Saatgut ist ein riesiges Netzwerk für alte, samenfeste Gemüsesorten entstanden.

Barbara und Martin haben dafür einen Verein gegründet, das „Open House“, um alte Saatgut–Sorten zu erhalten und zu schützen.

Noch im Jahr 2019 besuchten über 2000 Besucher ihren Tauschmarkt für Saatgut in Kitzingen, um dort Informationen zu sammeln und Saatgut von alten Gemüsesorten zu erwerben. Die Initiative wurde von einer kleinen Gruppe von Menschen aus den eigenen Gärten entwickelt. So werden vielfältigste Ideen und kostbares Wissen vom eigenen Garten zu vielen weiteren Gärten und Menschen gebracht.

Hof. 3 Open House

Was ist das für eine erstaunliche Kraft, die so viele Menschen in Bewegung bringt? Vielleicht handelt es sich tatsächlich um die Kraft des lebendigen Saatguts.

Barbara und Martin haben in ihrem Haus eine wahre Schatzkammer, in der sie die Samen von über 300 verschiedenen alten Sorten aufbewahren. Diese werden alle gepflegt, was bedeutet, dass sie immer wieder neu angebaut und vermehrt werden. Das ist altes und lebendiges Kulturgut: es wird von Hand zu Hand gegeben, seit Tausenden von Jahren.

Barbara und Martin setzen sich dafür ein, dass Saatgut als Kulturgut anerkannt wird und als solches einen besonderen Schutz vor dem Zugriff privater Interessen erfährt. Während große Konzerne Saatgut und Gemüsesorten patentieren (wollen), gibt es auf der anderen Seite ein großes Bestreben die Saatgut–Sorten für die Menschheit und deren Unabhängigkeit zu bewahren. „Open Source“ bedeutet Saatgut vor Privatisierung zu schützen.

Was ist das für eine erstaunliche Kraft, die so viele Menschen in Bewegung bringt? Vielleicht handelt es sich tatsächlich um die Kraft des lebendigen Saatguts.

Barbara und Martin haben in ihrem Haus eine wahre Schatzkammer, in der sie die Samen von über 300 verschiedenen alten Sorten aufbewahren. Diese werden alle gepflegt, was bedeutet, dass sie immer wieder neu angebaut und vermehrt werden. Das ist altes und lebendiges Kulturgut: es wird von Hand zu Hand gegeben, seit Tausenden von Jahren.

Barbara und Martin setzen sich dafür ein, dass Saatgut als Kulturgut anerkannt wird und als solches einen besonderen Schutz vor dem Zugriff privater Interessen erfährt. Während große Konzerne Saatgut und Gemüsesorten patentieren (wollen), gibt es auf der anderen Seite ein großes Bestreben die Saatgut–Sorten für die Menschheit und deren Unabhängigkeit zu bewahren. „Open Source“ bedeutet Saatgut vor Privatisierung zu schützen.

Hof. 3 Open House

Bohnen sind ein wichtiges Nahrungsmittel. Sie enthalten pflanzliches Eiweiß und sind besonders wichtig für Menschen, die sich vegetarisch oder vegan ernähren wollen. In der Welt gibt es eine unendliche Vielfalt an Bohnensorten. Vermutlich gibt es Tausende, weil sich Bohnen sehr schnell verändern, sprich mutieren.

Barbara liebt Bohnen und sammelt sie. Allein in ihrer selbst gebauten Schatzkiste bewahrt sie 54 verschiedene Sorten auf.

Im Boden sind die Bohnenpflanzen wichtige Helfer. Mit ihren Wurzeln dringen sie in Erdschichten vor, die weder mit dem Spaten, noch mit dem Pflug erreicht werden. Der Boden wird auf diese Weise bis in die Tiefe erschlossen. Außerdem lagern sie, wie alle Leguminosen, Stickstoff aus der Luft in ihre Wurzeln ein, so dass er im nächsten Jahr als Dünger für die Pflanzen verfügbar ist.

Ankommen im „Open House“

Zur Straße hin verschlossen,
ein großes, wuchtiges Tor,
ein altes Haus – aus Stein gebaut,
erzählt die Geschichte einer wohlhabenden Vergangenheit,
verbunden mit Gärten, mit fruchtbarem Land,
das sich hinter dem Anwesen bis zum Main erstreckt.

Gärten über Gärten und
überall Blumen und Gemüse.
Ankommen im Märchenland.

Türen, Tore, Mauern, die Räume umschließen.
Blumen, Blüten, Wachsen, wuchern, unendlich;
geordnetes Chaos.

Hier der Garten zur Freude,
da der Garten für Nahrung,
überall wird Fruchtbarkeit spürbar.

Produktion – Freude – Schutz

Einschließen, bewahren,
und wir mitten drin.
Türen, die uns offen stehen….

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Throninstallation

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Rapunzel und das geheime Wissen

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Das Ackervlies Kunstwerk

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Eva malt am äußersten Ende des Gemüsegartens, nur wenige Meter vom Main entfernt. Geleitet von inneren Bildern, dem kontinuierlichen Fließen des Wassers und schließlich einem Traum erscheint ihr die Farbe Blau für das neue Vlies.

Die Sonne projiziert die Schatten der Pflanzen auf das weite Tuch, der Wind pustet es Eva immer wieder entgegen; von beidem lässt sie sich beim Malen führen und bewegen.

„Und wer die blaue Blume finden will, der muss ein Wandervogel sein“, heißt es in einem alten Volkslied. Für Eva steht das Blau für Atem, Geist und Hauch, den Schöpferatem. Sie sieht diese Bilder in Verbindung mit Barbara, der Gärtnerin, die sammelt und bewahrt und täglich die Bedingungen erschafft, damit sich Schöpfung vollziehen kann.

Und der Wind malt mit.

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